Werder-Trainer Daniel Thioune plant Zukunft nicht und setzt auf Kaderumbruch

Werder-Trainer Daniel Thioune plant Zukunft nicht und setzt auf Kaderumbruch

Daniel Thioune, Trainer von Werder Bremen, bleibt gelassen trotz der kurzen Restlaufzeit seines Vertrags. In einem Interview mit der Bild erklärte der 51-Jährige, dass er seine Zukunft nicht plane und nannte eine persönliche Begründung dafür. Er erinnerte sich an seine Zeit bei Fortuna Düsseldorf, wo sein Vertrag trotz einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren durch den Abstieg hinfällig wurde. „Daher plane ich meine Zukunft nicht. Ich tue alles dafür, möglichst lange an einem Ort zu bleiben“, so Thioune. Sein Vertrag am Osterdeich wäre in diesem Sommer ausgelaufen, hat sich jedoch durch den Klassenerhalt automatisch um eine weitere Saison bis Sommer 2027 verlängert. Thioune übernahm die Bremer im Februar als Nachfolger des entlassenen Horst Steffen. Die Bilanz fällt jedoch nüchtern aus: Aus 14 Ligapartien holte er im Schnitt nur 0,93 Punkte, was kaum über dem Wert seines Vorgängers liegt. Dennoch steht der Norddeutsche nach der erfolgreichen Rettungsmission nicht zur Debatte. Der Aufsichtsrat von Werder Bremen ist sich der schwachen Saison bewusst. Medienberichten zufolge wurden Fehleinschätzungen in der Transferpolitik und fehlende Konstanz als prägende Faktoren genannt. Werder schloss die Runde als Fünfzehnter der Bundesligatabelle mit 32 Punkten ab und entkam nur knapp der Relegation. Für den Sommer hat Thioune klare Vorstellungen: Neuzugänge müssen körperlich robust und verlässlich sein. Verletzungssorgen hatten das Team über weite Strecken der Saison gelähmt. Ob der erhoffte Kaderumbruch gelingt, hängt von den finanziellen Mitteln ab, die die sportliche Führung rund um Clemens Fritz bereitstellt.

Source: Fussballdaten - 2026-05-24