Lothar Matthäus sieht VfB Stuttgart klar auf Champions-League-Kurs

Im intensiven Rennen um die Champions League hat sich Lothar Matthäus, Deutschlands Rekordnationalspieler, deutlich positioniert. Er ist überzeugt, dass der derzeitige Tabellenvierte VfB Stuttgart am Samstag als viertes Team nach dem FC Bayern, BVB und RB Leipzig in die Königsklasse einziehen wird. Matthäus betrachtet die Schwaben als den großen Favoriten auf den vierten Platz in der Endabrechnung der Bundesliga. Im Gegensatz dazu sieht er für Bayer Leverkusen kaum noch Chancen auf eine erfolgreiche Aufholjagd am letzten Spieltag. Vor dem entscheidenden Duell des VfB am Samstag bei Eintracht Frankfurt (ab 15:30 Uhr) äußerte der 65-Jährige in seiner "Sky"-Kolumne: "Im Kampf um die Champions League ist Stuttgart der Favorit." Seine Einschätzung stützt Matthäus auf die jüngsten Leistungen des Teams von Cheftrainer Sebastian Hoeneß. Besonders der Auftritt gegen Leverkusen (3:1) vom letzten Wochenende habe die Qualität der Mannschaft unterstrichen. Zudem hätten die Stuttgarter auch auswärts stark performt. Er prognostiziert: "Ich gehe davon aus, dass Stuttgart die Ziellinie vor Hoffenheim überquert und Leverkusen auf Platz sechs landen wird." Trotz seiner positiven Einschätzung warnt Matthäus davor, die Partie in Frankfurt zu unterschätzen. Auch wenn die Eintracht sportlich in einer schwierigen Phase steckt, erwartet er eine emotionale Reaktion der Hessen. Er sieht das belastete Verhältnis zwischen Mannschaft und Cheftrainer Albert Riera als großen Schwachpunkt: "Die Eintracht hat zwar beim 2:3 in Dortmund ein ordentliches Spiel gemacht, aber es ist kein Zusammenhalt zwischen Trainer und Mannschaft erkennbar." Die Atmosphäre im Frankfurter Stadion könnte für Stuttgart zur Gefahr werden. Matthäus betont: "Die Spieler müssen es sich selbst, dem Verein und ihren Anhängern zeigen. Die Fans lieben Europa und werden die Mannschaft pushen." Die Bedeutung des internationalen Geschäfts dürfe nicht unterschätzt werden: "Die Frankfurter brauchen die internationalen Spiele und sie werden sich wehren. Das kann für den VfB gefährlich sein."
Source: sport.de - 2026-05-11