Thüringer HC scheitert nach Halbzeitführung im Europapokal-Finale gegen Dijon

Thüringer HC scheitert nach Halbzeitführung im Europapokal-Finale gegen Dijon

Die Handballerinnen des Thüringer HC haben die Titelverteidigung im Europapokal nach einem denkwürdigen Blackout in der zweiten Halbzeit verpasst. Im Endspiel der EHF European League führten die Spielerinnen von Trainer Herbert Müller zur Pause mit 15:6 gegen die Gastgeberinnen von JDA Dijon, mussten am Ende jedoch eine 25:29-Niederlage hinnehmen. Müller äußerte sich frustriert: "Für so einen Totalausfall gibt es eigentlich keine Erklärung. Wir müssten uns eigentlich alle 24 Stunden lang ohrfeigen." In der ersten Halbzeit präsentierte sich der THC stark, mit einer überragenden Laura Kuske im Tor, die zehn von 16 Würfen der Französinnen spektakulär abwehrte. Der THC setzte sich früh ab und führte bereits nach 16 Minuten mit 11:2. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Natsuki Aizawa schien der THC auf dem besten Weg, die Trophäe zum zweiten Mal in Folge zu gewinnen. Im zweiten Durchgang jedoch verlor der THC den Faden. Müller betonte: "Wir wollten auf gar keinen Fall ein Ergebnis verwalten", doch die Mannschaft bot im Angriff eine katastrophale Leistung. Ein 6:1-Lauf von Dijon kündigte die Wende an. Trotz zwei Toren von Rikke Hoffbeck und der THC-Topscorerin Johanna Reichert, die acht Tore erzielte, konnte der THC den Druck nicht standhalten. In der Schlussviertelstunde übernahm Dijon das Kommando und ging mit einem 7:1-Lauf in Führung, die sie bis zum Schlusspfiff ausbauten. Die mit über 3.000 Fans gefüllte Halle feierte den Sieg der Gastgeberinnen, während der Thüringer HC in Enttäuschung versank.

Source: Sportschau - 2026-05-17