Thüringer HC erkämpft sich Entscheidungsspiel gegen Blomberg - Müller bleibt taktisch clever

Herbert Müller, ein erfahrener Trainer im Handball, zeigte im zweiten Halbfinalspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe seine taktische Brillanz. Mit einem riskanten 7-gegen-6-Spielansatz dominierte der Thüringer HC (THC) das Spiel und sicherte sich mit einem knappen 29:28 den Sieg. Nach der Partie äußerte Müller: "Es war riskant. Wir wussten, dass wir etwas Außergewöhnliches machen müssen." Die Salza-Halle war mit über 1.300 Zuschauern gefüllt, und der THC erzwang ein Entscheidungsspiel um den Finaleinzug. Besonders hervorzuheben sind die 13 Paraden von Torhüterin Laura Kuske, die Spielintelligenz von Regisseurin Natsuki Aizawa und die elf Tore von Toptorjägerin Johanna Reichert. Müller hatte das Team auf verschiedene Spielvarianten vorbereitet, um Blomberg zu überraschen. Der THC konnte somit sein Blomberg-Trauma ablegen, nachdem sie das erste Spiel mit 31:25 verloren hatten. Lotta Heider erzielte 20 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer und strahlte: "So macht Handballspielen am meisten Spaß." Für das entscheidende dritte Spiel am kommenden Samstag, das in Blomberg stattfindet, ist der THC als Underdog gefordert. Die HSG bleibt zuhause ungeschlagen, was die Herausforderung erhöht. Müller betonte: "Jede Serie hat irgendwann ein Ende. Wir müssen mit dem Gedanken rangehen, dass es nur noch ein Schritt bis zum Finale ist." Die Regeneration steht nun an erster Stelle, gefolgt von intensiven Trainings, um die Wurfeffizienz zu verbessern. Müller sieht vor allem auf Reichert, die trotz Verletzungsproblemen als Schlüsselspielerin gilt. Zusätzlich hat der THC die Chance, den ersten Meistertitel seit acht Jahren zu gewinnen und den Titel in der European League zu verteidigen. Das Team strebt an, am Samstag ins Endspiel zu folgen und den Traum von zwei Titeln in einer Saison aufrechtzuerhalten.
Source: Sportschau - 2026-05-04