Sebastian Kehl erhält hohe Abfindung nach vorzeitiger Trennung vom BVB

Vor knapp einem Monat gab der BVB die überraschende Trennung von Sportdirektor Sebastian Kehl bekannt. Die Entscheidung fiel am 22. März, als sich Kehl und die BVB-Bosse Carsten Cramer und Lars Ricken auf eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit einigten. Der Grund für die Trennung war ein zunehmend belastetes Arbeitsverhältnis, das unter anderem durch die nicht erfolgte Vertragsverlängerung mit Abwehr-Star Nico Schlotterbeck belastet wurde. Nils-Ole Book, der zuvor als Sportdirektor in Elversberg tätig war, folgt Kehl nach und konnte kürzlich Schlotterbeck, trotz einer Ausstiegsklausel im Sommer, für den Verein halten. Die Abfindung für Kehl könnte sich auf rund zwei Millionen Euro belaufen. Diese Summe ergibt sich aus der Restlaufzeit seines Vertrags von 15 Monaten. Trotz der Trennung betonten beide Parteien ihre „große Wertschätzung füreinander“, jedoch gibt es noch Unstimmigkeiten bei den Verhandlungen über die genaue Höhe und Form der Abfindung. Interessant ist, dass Hans-Joachim Watzke, der Präsident des BVB, nicht in die Gespräche zur Trennung involviert war. Er äußerte in einem Interview: „Ich war froh, dass ich diese Entscheidung nicht treffen musste.“ Das kommende Transferfenster wird für Borussia Dortmund entscheidend, da der neue Sportdirektor Book sich beweisen muss und zahlreiche Aufgaben anstehen, um den aktuellen Tabellenzweiten der Bundesliga zu stärken.
Source: 90PLUS - 2026-04-17