Kennet Eichhorns Rote Karte: Ein historischer Moment für Hertha BSC

Kennet Eichhorn hat beim 1:1 gegen Eintracht Braunschweig Geschichte geschrieben, indem er als jüngster Spieler in der Geschichte der zweiten Liga eine Rote Karte erhielt. Eichhorn, der im Juli 17 Jahre alt wird, übertrifft damit den bisherigen Rekord von Dirk Konerding, der vor über 40 Jahren im Alter von 17 Jahren, sechs Monaten und vier Tagen vom Platz gestellt wurde. Die entscheidende Szene ereignete sich in der 73. Spielminute, als Eichhorn mit offener Sohle in das Schienenbein von Florian Flick grätschte. Schiedsrichter Patrick Alt zeigte zunächst Gelb, wurde jedoch nach einer Überprüfung durch den VAR zur Monitoransicht gebeten. Nach der Sichtung entschied er auf Rot: „Nach Ansicht der Bilder liegt ein gesundheitsgefährdendes Foul vor. Entscheidung: Rote Karte!“ Eichhorn ist der jüngste Spieler, dem in der zweiten Liga eine Rote Karte gezeigt wurde. Routinier Toni Leistner äußerte sich zur Entscheidung: „In der Kabine wird gesagt, dass es im Video eher kein Rot ist.“ Torwart Tjark Ernst kritisierte den VAR-Einsatz und meinte: „Ich weiß jetzt nicht, ob das nötig gewesen wäre.“ Sportdirektor Benni Weber sah die Rote Karte nicht als entscheidenden Faktor für die schwache Leistung in der zweiten Hälfte, sondern nannte die Chancenverwertung als Hauptproblem. Trainer Stefan Leitl erklärte: „Es ist natürlich eine Rote Karte. Kenny hat mit seinem Eifer und seinem Einsatz alles versucht.“ Eichhorns Platzverweis wirft Fragen auf, doch die Diskussion um die Schiedsrichterentscheidung bleibt im Fokus der Analyse.
Source: Fussballdaten - 2026-04-19