Erste Erfahrungen bei Paris-Roubaix: Benjamin Thomas schildert seine erschreckenden Erlebnisse

Benjamin Thomas, der Bahnrad-Olympiasieger, erlebte bei seiner ersten Teilnahme an Paris-Roubaix eine extreme Herausforderung. Am Wochenende trat er in der berüchtigten „Hölle des Nordens“ an, ohne die Strecke zuvor zu kennen. Trotz eines Rückstands von über 24 Minuten auf den Sieger Wout van Aert schaffte er es als einer von nur wenigen Fahrern ins Ziel. Die Teilnahme war für Thomas nicht geplant, da andere Fahrer des Cofidis-Teams absagen mussten. Er erklärte: "Ich kannte keinen der Kopfsteinpflaster-Abschnitte und habe nicht mal die Streckenbesichtigung gemacht." Die Ratschläge seiner Teamkollegen waren seine einzige Orientierung: "Bleib in der Mitte der Kopfsteinpflaster und lass zwei Meter Sicherheitsabstand nach vorne." Seine Versuche, das Rennen durch Attacken zu gestalten, scheiterten am hohen Tempo. Besonders die gefürchtete Kopfsteinpflaster-Passage in Arenberg bereitete ihm große Sorgen: "Wie kommen Räder hier in einem Stück raus? Ich hatte das Gefühl, mein Rad würde in zwei Teile zerbrechen." Die Bedingungen waren am Renntag trocken, was Thomas erleichterte: "Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, wenn es regnet." Trotz der Schwierigkeiten war er stolz auf seine Leistung und wird das Rennen künftig mit einem neuen Verständnis betrachten. Er resümierte: "Es ist schrecklich" und zeigte sich überrascht von der Intensität des Rennens, die es ihm unmöglich machte, einen Moment der Ruhe zu finden.
Source: sport.de - 2026-04-14