NRW-Ministerpräsident hebt Mehrheit für Olympia-Bewerbung hervor – Köln bleibt spannend

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sieht trotz noch ausstehender Ergebnisse eine klare Mehrheit für die Olympia-Bewerbung. "Ein richtig starkes Votum für Olympia aus Nordrhein-Westfalen. Ein ganz, ganz klares Ja von den Menschen aus Nordrhein-Westfalen. Es hat sich ausgezahlt, den Menschen zu vertrauen," erklärte Wüst am Sonntagabend. Die Bürgerentscheide um die Bewerbung von KölnRheinRuhr wurden am Sonntag ausgezählt. In 17 Städten stimmten die Bürger darüber ab, ob ihre Kommune Teil der Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 werden soll. Köln, als „Leading City“ der Bewerbung, sorgte für Spannung, da die Auszählung bis in die Nacht andauerte und um 23 Uhr noch nicht beendet war. Die anderen 16 Städte hatten ihre Ergebnisse bereits gemeldet: Überall stimmten die Wahlberechtigten mehrheitlich für eine Teilnahme. In Herten sprachen sich jedoch nur 12,55 Prozent für die Bewerbung aus, wodurch die Stadt aus der NRW-Bewerbung ausscheidet. Von über 4 Millionen Wahlberechtigten gaben mehr als 1,4 Millionen ihre Stimme ab. Wüst bezeichnete diese Zahl als herausragend. Die Zustimmungsquoten lagen in den ausgezählten Städten hoch: Essen bei 64,3 Prozent, Düsseldorf bei 67,2 Prozent und Mönchengladbach bei 74,5 Prozent. Das Ergebnis stellt einen wichtigen Schritt dar, ist jedoch noch keine endgültige Entscheidung über die Olympischen Spiele in NRW. Kritiker warnen vor hohen Kosten, während Befürworter die Chance auf mehr Zusammenhalt und internationale Aufmerksamkeit betonen. Parallel bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin um die Ausrichtung. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September über den deutschen Kandidaten, die endgültige Vergabe durch das IOC wird frühestens ab 2027 erwartet.
Source: Sportschau - 2026-04-19