NRW-Bürger entscheiden über Olympia: Positive Ergebnisse aus 17 Städten

Am Sonntagabend fanden in Nordrhein-Westfalen die Bürgerentscheide über die Teilnahme an der Sammelbewerbung „KölnRheinRuhr“ für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 statt. In 17 Städten durften die Bürger abstimmen, ob ihre Kommune sich der Bewerbung anschließen soll. Die ersten Ergebnisse um 20:30 Uhr zeigten eine überraschend hohe Zustimmung: Mönchengladbach: 74,5% Dortmund: 68,3% Duisburg: 73% Herten: 73,6% (Quorum nicht erreicht) Ministerpräsident Hendrik Wüst betonte die Bedeutung der Abstimmung und sprach von der größten direktdemokratischen Beteiligung in der Geschichte, mit rund einem Drittel der vier Millionen Wahlberechtigten, die ihre Stimme abgaben. Besonders bemerkenswert war die Situation in Herten, wo trotz einer hohen Zustimmung das Quorum nicht erreicht wurde, da die Stadt nicht ausreichend Wahlunterlagen verschickte. Dennoch bleiben die Verantwortlichen optimistisch, eine Lösung zu finden, um die Mountainbikewettbewerbe zu sichern. Die Stimmung in der Wahlparty in Köln war euphorisch, während die Ergebnisse laufend eintrafen. Städte wie Leverkusen und Krefeld meldeten ebenfalls hohe Zustimmungsraten. Die größte Herausforderung blieb jedoch die Auszählung in Köln, der wichtigsten Stadt der Bewerbung. Ministerpräsident Wüst und andere Redner hoben hervor, dass die Bewerbung nicht nur eine große Chance für NRW darstellt, sondern auch die „nachhaltigsten“ und „kompaktesten“ Spiele aller Zeiten ermöglichen könnte. Der Sonntag war nur der erste Schritt in einem mehrstufigen Prozess, bevor die endgültige Entscheidung des DOSB und des IOC fällt. Trotz der Herausforderungen war die Stimmung optimistisch und die Vorfreude auf mögliche Olympische Spiele spürbar.
Source: SZ.de - 2026-04-19