Neues queeres Eishockey-Team „Frost Ibex“ in Berlin fördert Inklusion im Sport

Neues queeres Eishockey-Team „Frost Ibex“ in Berlin fördert Inklusion im Sport

In Berlin entsteht mit dem queeren Eishockeyteam „Frost Ibex Berlin“ ein Projekt, das den Zugang zu Eishockey für alle ermöglichen möchte. Valentin Gashi, der Gründer, erklärt: "Wir haben in vielen Sportarten gesehen, dass sich queere Safe Spaces entwickeln - im Eishockey gab es da noch eine Lücke." Das Team richtet sich an alle, unabhängig von Vorerfahrung, Leistungsniveau, Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung. Die Idee, ein eigenes Team zu gründen, entstand Ende 2025, nachdem Gashi und ein Freund regelmäßig Spiele der Eishockey-Regionalliga besuchten. Der erste Aufruf zur Gründung führte im Januar zu über 20 Interessierten, was durch den Hype um die Serie „Heated Rivalry“ begünstigt wurde. Die ersten Trainings auf öffentlichen Eisbahnen konzentrierten sich auf Grundlagen wie sicheres Fahren und Techniken. Im April verlagerte sich das Training auf das Tempelhofer Feld, wo Floorhockey und Grundlagen wie Stickhandling und Spielverständnis im Mittelpunkt stehen. Die Integration in den queeren Sportverein Vorspiel e. V. ist geplant, um strukturelle Verbesserungen zu erreichen, insbesondere bei der Vergabe von Eiszeiten. Die Eishockey-Community zeigt bereits Unterstützung, und die EHC Eisbären Foundation hat Hilfe angeboten. Valentin betont: "Alle wollen, dass der Sport inklusiver wird und Barrieren abgebaut werden." Aktuell trainieren rund 35 Personen, und das Team versteht sich als offener, queerer Safe Space. Trotz wachsender Sichtbarkeit hat das Projekt kaum negative Reaktionen erfahren. Die nächsten Schritte umfassen die Festigung der Grundlagen und die Hoffnung auf eigene Trainingszeiten im Winter. Langfristig könnte sogar ein eigener Ligabetrieb möglich sein. „Frost Ibex“ steht für ein zugängliches, vielfältiges und gemeinschaftliches Eishockeyerlebnis.

Source: Sportschau - 2026-04-17