Oliver Kahn kritisiert Nagelsmanns Ansatz: Mentalität statt System im Fußball

Oliver Kahn kritisiert Nagelsmanns Ansatz: Mentalität statt System im Fußball

Die Freistellung von Julian Nagelsmann im Jahr 2023 führte zu einer turbulenten Phase beim FC Bayern. Oliver Kahn, der damalige Vorstandschef, sieht jedoch keinen Fehler in seiner Entscheidung. Im "Sky"-Format "Triple – der Hagedorn-Fussballtalk" erklärte er: "Als Verantwortlicher machst du das ja nicht abhängig von zwei, drei Ergebnissen, sondern bewertest ständig die Situation." Kahn fügte hinzu, dass man Entscheidungen treffen müsse, wenn sich Dinge nicht mehr in die gewünschte Richtung entwickeln. Nagelsmann wurde im März 2023 entlassen, da das angestrebte Triple in Gefahr schien. Unter dem Nachfolger Thomas Tuchel verschlechterte sich die Situation jedoch weiter, was zu scharfer Kritik führte, insbesondere von Uli Hoeneß. Nach der chaotischen Saison 2022/23 musste auch Kahn seinen Posten als CEO räumen. Aktuell ist Nagelsmann Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Kurz vor der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada sorgt sein Ansatz für kontroverse Diskussionen. Kahn äußerte sich dazu und betonte: "Julian Nagelsmann kommt nicht so stark über Mentalität, er kommt sehr stark über das System, über klare Rollenverteilung." Er kritisierte, dass Nagelsmann nicht die besten Spieler, sondern die richtigen Spieler aufstellt: "Das ist auch kein Leistungsprinzip." Kahn sieht die Philosophie als wenig erfolgversprechend an und sagte: "Eine WM wird nicht so sehr über System entschieden, sondern über Mentalität und einen gewissen Geist in der Mannschaft."

Source: sport.de - 2026-04-10