LIV Golf steht vor finanziellen Herausforderungen durch neue Strategie des Staatsfonds

LIV Golf steht vor finanziellen Herausforderungen durch neue Strategie des Staatsfonds

Die Golf-Tour LIV sieht sich einer unsicheren Zukunft gegenüber, da die Finanzierung durch den saudi-arabischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) in Frage steht. Laut einem Bericht der Financial Times könnte der PIF, der derzeit 900 Milliarden US-Dollar verwaltet, seine Investitionen in LIV Golf zurückfahren. Scott O'Neill, Geschäftsführer der Tour, betonte in einer E-Mail, dass die Saison wie geplant fortgesetzt werde, wies jedoch auf die Möglichkeit hin, Kapital aufnehmen zu müssen. Am selben Tag kündigte der PIF seine neue Strategie für 2026 bis 2030 an, in der der Sport nicht erwähnt wird. Der Fonds fokussiert sich auf „nachhaltige Wertschöpfung“ und plant, die Investitionen profitabler zu gestalten. Dies stellt die Zukunft von LIV Golf, das hohe Verluste verzeichnete, in Frage. Die Unsicherheit betrifft auch andere Sportarten, da der PIF in verschiedene Bereiche investiert hat, darunter Tennis (ATP und WTA), Formel 1 und E-Sport. Besonders kontrovers war die Gründung von LIV Golf im Jahr 2022, die zahlreiche prominente Spieler wie Martin Kaymer, Dustin Johnson und Sergio Garcia von der PGA Tour abwarb. Im Fußball hat Saudi-Arabien seinen Einfluss massiv ausgeweitet, unter anderem durch den Kauf des Klubs Newcastle United und als Großsponsor der FIFA. Die WM 2034 wurde ebenfalls an Saudi-Arabien vergeben, was weitere finanzielle Implikationen für den PIF nach sich ziehen könnte. Die Entwicklungen könnten weitreichende Auswirkungen auf die Sportlandschaft haben.

Source: Sportschau - 2026-04-17