Kritik am BVB-Bauprojekt: Stadtpolitiker fordern mehr Transparenz und Dialog

Borussia Dortmund plant den Bau einer Multifunktionshalle nahe dem Signal Iduna Park für seine Handball-Frauen und die Tischtennis-Abteilung. Diese Pläne stoßen jedoch auf Widerstand, insbesondere gegen BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke, der Details des Vorhabens im April öffentlich machte. Ute Mais, Bürgermeisterin und sportpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, äußerte sich kritisch: "Wir waren sehr erstaunt. Herr Watzke wird es vermutlich nie lernen: Wenn man etwas möchte, spricht man mit Verwaltung und Politik. Ich bin stinksauer." Sie betonte, dass der Rat der Stadt letztendlich über solche Projekte entscheidet. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Carla Neumann-Lieven bestätigte, dass die Politik bisher nur über die Medien von dem Bauvorhaben erfahren habe und forderte den BVB auf, zuerst das Gespräch mit der Stadt zu suchen. Der mögliche Bauplatz befindet sich hinter der Helmut-Körnig-Halle, und ein Planungsbüro wurde bereits mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Die geschätzten Baukosten liegen zwischen 15 und 20 Millionen Euro. Neumann-Lieven bezweifelt jedoch, dass diese Summe realistisch ist. Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU) zeigte sich grundsätzlich positiv gegenüber dem Projekt, wünscht sich jedoch, dass zunächst interne Gespräche geführt werden, bevor das Thema öffentlich diskutiert wird. "Es ist so wie es ist," fügte er hinzu, was die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Projekts unterstreicht.
Source: sport.de - 2026-05-02