Kritik am Schlotterbeck-Deal: BVB könnte bald verlieren

Nico Schlotterbecks neuer Vertrag bei Borussia Dortmund sorgt für Aufregung, da eine Ausstiegsklausel ab dem kommenden WM-Sommer integriert wurde. Der Ex-Nationalspieler Didi Hamann äußerte in der Sendung Sky90 scharfe Kritik an dem Deal, den er als „fatal“ bezeichnete. Hamann argumentierte, dass der einzige Grund für Schlotterbeck, den Vertrag zu unterschreiben, darin liege, dass er zu diesem Zeitpunkt kein besseres Angebot vorliegen hatte. Er verglich die Situation mit der von Dayot Upamecano, dessen Ausstiegsklausel für die Bayern München ebenfalls in naher Zukunft gilt. Hamann bemängelte, dass eine solche Klausel „in zwei oder drei Monaten“ nicht akzeptabel sei und bezeichnete die Vertragsverlängerung als eine Situation, in der „beide Parteien die Verlierer sind“. Er erwartet, dass Schlotterbeck nach der WM in Kanada, den USA und Mexiko nach einem neuen Klub Ausschau halten wird. Ob er tatsächlich einen finden wird, bleibt ungewiss. Der BVB könnte, sollte Schlotterbeck diesen Sommer wechseln, zwischen 50 und 60 Millionen Euro erhalten. Hamann sieht dies jedoch als schwachen Trost, da die Dortmunder das zusätzliche Geld möglicherweise schnell wieder ausgeben müssten, da das Transferfenster bereits fortgeschritten ist. Hamann kritisierte zudem die Identifikation des Vereins: „Wenn ich Fan wäre oder ein Kind hätte, das ein Dortmund-Trikot will, dann würde ich versuchen, ihm auszureden, ein Schlotterbeck-Trikot zu wollen, weil er wahrscheinlich in zwei oder drei Monaten nicht mehr da ist.“ Schlotterbecks Vertrag läuft bis 2031, die Klausel gilt Berichten zufolge nur für Real Madrid, FC Liverpool und einen weiteren internationalen Top-Klub.
Source: sport.de - 2026-04-19