Juliane Jacob kämpft gegen chronische Erkrankung und bleibt Biathlon-Optimistin

Juliane Jacob kämpft gegen chronische Erkrankung und bleibt Biathlon-Optimistin

Juliane Jacob, die als große Hoffnung im französischen Biathlon-Nachwuchs galt, kämpft mit gesundheitlichen Rückschlägen. Die 19-Jährige leidet unter dem Poplitealarterien-Entrapment-Syndrom (PAES), einer seltenen Durchblutungsstörung, die ihre sportlichen Ambitionen stark beeinträchtigt. In einem Interview mit dem Nordic Magazine schilderte Jacob die Herausforderungen, die die Erkrankung mit sich bringt: "Meine Waden sind überlastet und können sich zwischen den Wettkämpfen nicht erholen. Es ist, als wären sie überbeansprucht und würden gar nicht mehr funktionieren." Um ihre Situation zu verbessern, entschied sich Jacob vor etwa einem Jahr für eine Operation. "Es war eine zweistufige OP: ein Bein im April und das andere im Juni," erinnerte sie sich. Nach der Operation folgte eine intensive Phase der Rehabilitation, die es ihr ermöglichte, im Juli wieder ernsthaft mit dem Training zu beginnen. Trotz ihrer Bemühungen musste sie ihren ursprünglichen Plan, rechtzeitig zum Winterstart fit zu sein, aufgeben. "Je weiter wir in die Herbstvorbereitungen kamen, desto schlimmer wurde es," gestand Jacob. Ihre gesamte Saison beschreibt sie als "Enttäuschung", da sie mit starken Schmerzen zu kämpfen hatte und in eine negative mentale Spirale geriet. Ein Lichtblick blieb ihr jedoch: Der Massenstart am 25. Januar in Les Contamines-Montjoie, bei dem sie den sechsten Platz belegte. Dennoch zeigt sich Jacob optimistisch und motiviert: "Ich habe noch ein Jahr als Juniorin vor mir und bin trotz allem weiterhin motiviert zu trainieren."

Source: sport.de - 2026-04-20