Hamburgs Olympia-Bewerbung scheitert erneut: Bürger entscheiden gegen die Spiele

Hamburgs Olympia-Bewerbung scheitert erneut: Bürger entscheiden gegen die Spiele

Hamburg hat beim Referendum über die Olympia-Bewerbung eine klare Ablehnung erfahren. Am 31. Mai 2026 stimmte eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gegen die Pläne des Senats, was das zweite Mal nach 2015 ist, dass die Hansestadt sich gegen eine Bewerbung entscheidet. Das Ergebnis fiel überraschend deutlich aus, da ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern erwartet worden war. Bereits vor Abschluss der Auszählung war klar, dass die Mehrheit gegen die Bewerbung stimmte. Die Hansestadt scheidet somit aus dem Bewerbungsprozess aus und wird ihr finales Konzept nicht wie geplant bis zum 4. Juni beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen. Die Entscheidung eröffnet einen Dreikampf zwischen Berlin, München und der Region Rhein-Ruhr um die deutsche Bewerbung für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Der DOSB wird am 26. September bei einer Mitgliederversammlung über den deutschen Bewerber entscheiden. Für Hamburg ist das Abstimmungsergebnis ein Déjà vu, da bereits 2015 ein ähnliches Referendum in der Stadt stattfand, das ebenfalls mit einem Nein endete. Die Entscheidung hat auch Auswirkungen auf Kiel, die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein, die im Hamburger Konzept als Segelstandort sowie für Rugby und Handball vorgesehen war. Obwohl Kiel nicht mehr Teil des Hamburger Plans ist, bleibt die Stadt im Rennen, da München und Rhein-Ruhr zu Kiel tendieren, während Berlin bereits Rostock als Segelstandort festgelegt hat. Die endgültige Entscheidung für einen Segelstandort muss dem DOSB bis zum 26. September mitgeteilt werden.

Source: Sportschau - 2026-05-31