Grasshoppers vor kurioser Situation: Cupsieger könnte in die Challenge League absteigen

Grasshoppers vor kurioser Situation: Cupsieger könnte in die Challenge League absteigen

Die Grasshoppers stehen vor einer bemerkenswerten Herausforderung: Sie könnten in dieser Saison als Cupsieger in die Challenge League absteigen. Dies ist ein Phänomen, das im Schweizer Fußball bereits dreimal vorkam. Zuletzt erlebte es 2016 der FC Zürich, der nach einem 1:0-Cupfinalsieg über Lugano den Abstieg hinnehmen musste. Die unrühmliche Premiere erlebte der FC Luzern 1992, der 1989 noch Meister geworden war und in die damalige NLB abstieg, trotz eines 3:1-Siegs im Cupfinal gegen Lugano. Auch der FC Wil war 2004 betroffen, als er als Tabellenletzter mit 3:2 gegen GC im Final überraschte. Die Grasshoppers kämpfen seit Monaten gegen den Abstieg. Sven Köhler, der Abwehrchef von GC, beschreibt die Situation als „sehr stressig“ und gibt zu, dass es sowohl für ihn als auch für den gesamten Verein eine Herausforderung sei. Nach dem jüngsten 2:0-Sieg gegen Winterthur verspürt er jedoch neuen Auftrieb: „Dieser Sieg war sehr wichtig für die Moral.“ Mit einem Vorsprung von acht Punkten auf das Schlusslicht ist vorerst ein gewisses Polster vorhanden, jedoch beträgt der Rückstand auf den FC Zürich sieben Punkte. „Wir gehen positiv da rein und machen das Beste daraus“, so Köhler vor den letzten fünf Runden in der Super League, in denen auch ein Direktduell gegen den FCZ ansteht. Vor der entscheidenden Phase in der Relegation Group steht für GC das auswärtige Cup-Halbfinale gegen Stade Lausanne-Ouchy an (ab 19:15 Uhr im Live-Ticker). Köhler äußert Respekt vor dem Challenge-League-Verein und erklärt: „Wir freuen uns sehr, auch wenn es schwierig wird.“ Im Falle eines Penaltyschießens würde er sich sofort als Schütze melden: „Das macht mich nicht nervös. Ich schieße gerne Elfer.“ Dies demonstriert er im Gender-Penalty-Duell mit Luna Lempérière von den GC-Frauen.

Source: 20 Minuten - 2026-04-18