Gary Woodland über seine Ängste: Ein Golfprofi kämpft gegen innere Dämonen

Gary Woodland über seine Ängste: Ein Golfprofi kämpft gegen innere Dämonen

Gary Woodland steht vor einer besonderen Herausforderung, während er beim Masters in Augusta antritt. Vor eineinhalb Wochen siegte er in Houston, doch der 41-Jährige kämpft mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD), die ihn seit einer schwerwiegenden Gehirnoperation plagt. Trotz seines Erfolgs empfindet Woodland oft Angst, insbesondere in Menschenmengen, was für einen Athleten eine große Belastung darstellt. In einem Sport, der ohne Körperkontakt auskommt, stellt sich für Woodland die innere Auseinandersetzung als der größte Gegner heraus. Er beschreibt, dass er sich auf dem Platz oft fühlt, als würde er „innerlich sterben“. Seine Schwäche wird sichtbar, wenn er spricht – die Unsicherheit und die ständige Wachsamkeit sind Teil seines Lebens. Die Erkrankung ist eine Folge seiner Gehirnoperation, bei der ein Großteil eines Gehirntumors entfernt wurde. Woodland kämpft mit ständigen Angstzuständen, die ihn bei Turnieren stark belasten. Er erklärt: „Ein Sieg bringt eine Menge Reize mit sich – Dinge, die ich schon lange nicht mehr erlebt habe.“ Trotz dieser Herausforderungen möchte Woodland seine Geschichte teilen, um andere zu inspirieren. Sein Comeback ist nicht nur sportlicher Natur; es ist auch eine persönliche Errungenschaft. Woodland betont: „Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich mir meinen Weg zurück erkämpft habe.“ Während er sich auf das Turnier konzentriert, bleibt die Angst vor dem Unbekannten stets präsent. Er erhält Unterstützung durch spezielle Sicherheitskräfte, doch der innere Kampf bleibt. Woodlands Botschaft ist klar: Jeder, der mit seinen eigenen Kämpfen konfrontiert ist, kann aus seiner Geschichte Kraft schöpfen. Er hofft, dass sein Beispiel anderen Mut macht, ihre Träume zu verfolgen.

Source: SZ.de - 2026-04-08