Franziska Koch schreibt Radsportgeschichte mit Sieg bei Paris–Roubaix

Franziska Koch hat am Sonntag das Radrennen Paris–Roubaix gewonnen und damit nicht nur ihre eigene Geschichte neu geschrieben, sondern auch ein Stück deutsche Radsporthistorie geprägt. Die 25-jährige Rheinländerin war nie die Lauteste im Fahrerfeld, doch ihre Leistung im Velodrom von Roubaix sprach Bände. Koch setzte sich im Schlusssprint gegen die dreimalige Weltmeisterin Marianne Vos und Pauline Ferrand-Prévot durch, nachdem sie 159 Kilometer auf anspruchsvollem Terrain zurückgelegt hatte. „Sie ist ein Monster“, äußerte Ferrand-Prévot bewundernd über die Fahrerin vom Team FDJ United-Suez. Erstmals wurde Paris–Roubaix 1896 ausgetragen, zunächst nur für Männer. Seit 2021 dürfen auch Frauen an diesem prestigeträchtigen Rennen teilnehmen. Kochs Sieg markiert einen historischen Moment, da sie die erste deutsche Fahrerin ist, die diesen Klassiker gewinnen konnte. Im Ziel sagte Koch: „Es ist unglaublich. Ja, ich habe immer davon geträumt, dieses Rennen zu gewinnen.“ Trotz widriger Wetterbedingungen und schwieriger Straßenverhältnisse bewies sie, dass sie nicht nur eine Allrounderin ist, sondern auch im Sprint stark abschneiden kann. Vor dem entscheidenden Sprint hatte sich ein intensives Duell zwischen den drei Fahrerinnen entwickelt. Koch attackierte knapp vier Kilometer vor dem Ziel, konnte jedoch nicht entscheidend davonziehen. Der Showdown im Velodrom endete schließlich in einem packenden Finish, das Koch für sich entschied. Mit diesem Sieg reiht sich Koch in die Liste der Siegerinnen dieses noch jungen Frauenrennens ein.
Source: SZ.de - 2026-04-13