EHC München scheitert erneut im Halbfinale der DEL gegen Adler Mannheim

EHC München scheitert erneut im Halbfinale der DEL gegen Adler Mannheim

Im entscheidenden fünften Halbfinalspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) musste der EHC Red Bull München eine bittere 1:4-Niederlage gegen die Adler Mannheim hinnehmen. Damit verpassten die Münchner zum zweiten Mal in Folge das Finale und die Mannheimer zogen zum ersten Mal seit 2019 ins Endspiel ein. Tobias Rieder, der für den EHC traf und mit acht Playoff-Toren der erfolgreichste Torschütze der diesjährigen Playoffs ist, stellte fest: „Wir sind nicht abgezockt genug.“ Trotz guter Leistungen in den ersten beiden Spielen der Serie, die ebenfalls in der Verlängerung verloren wurden, konnten die Münchner nicht überzeugen. Trainer Oliver David und Kapitän Patrick Hager trauerten den verpassten Chancen nach und betonten die Notwendigkeit, aus den Fehlern zu lernen. Die Saison begann für den EHC holprig, doch das Team fand sich und holte als Hauptrunden-Vierter 100 Punkte. Dennoch blieb der Meisteranspruch unerfüllt. Manager Christian Winkler betonte, dass es das Ziel sei, jedes Jahr um die Meisterschaft zu kämpfen. Der Kader des EHC zeigt sich als problematisch: 14 Spieler sind über 30 Jahre alt, und der letzte Titel liegt bereits drei Jahre zurück. Die Abgänge junger Talente und der Mangel an deutschen Spielern im Alter von 23 bis 30 Jahren verstärken die Schwierigkeiten. Die Zukunft des Teams könnte durch die Verpflichtung von Elis Hede aus Straubing frischen Wind erhalten. Patrick Hager bleibt optimistisch: „Wenn wir den Kern der Mannschaft behalten, können wir darauf sehr gut aufbauen.“ Die kommenden Monate werden entscheidend für die Neuausrichtung des EHC München sein.

Source: SZ.de - 2026-04-18