BVB bleibt gelassen im Schlotterbeck-Vertragspoker: Hamann fordert Ultimatum

BVB bleibt gelassen im Schlotterbeck-Vertragspoker: Hamann fordert Ultimatum

Die Vertragsverhandlungen zwischen Nico Schlotterbeck und Borussia Dortmund ziehen sich nun schon seit Monaten hin. Ursprünglich war um die Länderspielpause eine Entscheidung erwartet worden, doch bis heute gibt es keine Einigung. Didi Hamann, TV-Experte und Ex-Profi, rät den BVB-Bossen, dem Innenverteidiger ein Ultimatum zu setzen. Lars Ricken, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, erklärte in einem Interview mit der "Sport Bild", dass man Schlotterbeck keine Frist setzen wolle: "Das macht in manchen Fällen vielleicht Sinn, in diesem aber nicht. Die Gespräche sind so respektvoll und vertraulich, dass wir nicht auf künstliche Weise Druck ausüben wollen." Im Gegensatz dazu äußerte sich Hamann in der Sendung "Triple – Der Hagedorn-Fußballtalk" klar: "Anders geht es nicht". Er plädiert für eine Frist von "zwei bis drei Wochen" und lehnt eine mögliche Ausstiegsklausel für 2026 ab. "Dann können sie den Laden zusperren", kommentierte er die Spekulationen über eine solche Klausel. Lothar Matthäus hatte zuvor angedeutet, dass Schlotterbeck eine Ausstiegsklausel für die bevorstehende WM einfordern möchte, um sich in der Nationalmannschaft ins Rampenlicht zu spielen. Matthäus vermutet, dass der Verteidiger nach einem möglichen Erfolg bei der WM die Chance auf einen Wechsel zu einem größeren Verein sucht. Aktuell liegt ein unterschriftsreifer Vertrag über eine Verlängerung bis 2027 vor, doch Schlotterbeck hat Meldungen über eine bereits getroffene Entscheidung dementiert. Hamann betonte, dass es in den Verhandlungen kaum Fortschritte gebe. Ricken skizzierte drei Optionen für den Fall Schlotterbeck: eine Vertragsverlängerung, ein Verkauf im Sommer oder der Eintritt ins letzte Vertragsjahr, was man vermeiden möchte. "Wir gehen weiterhin davon aus, dass die erste Option klappt," so Ricken.

Source: sport.de - 2026-04-09